Freitag, 18. März 2011

Maria und der "Christus" der Eucharistie


Ist es möglich, dass diese Verführer die Menschen dazu verleiten, einen „anderen Jesus“ oder einen falschen Christus anzubeten?


Wenn wir das Alte und Neue Testament durchlesen, wird eine Sache sehr deutlich – das Christentum hat Jesus Christus zum Zentrum und den Glauben an Ihn als einzigen Weg zum Heil. Die Schrift zeugt von dem wahren Jesus, der klar lehrte:

„Ihr erforscht die Schriften, weil ihr meint, in ihnen das ewige Leben zu haben; und sie sind es, die von mir Zeugnis geben. Und doch wollt ihr nicht zu mir kommen, um das Leben zu empfangen.“

Johannes 5,39-40


Die gesamte Bibel führt uns zu, zeugt von und richtet unseren Blick auf den einzigen Erlöser der Welt.

Philippus findet den Nathanael und spricht zu ihm: Wir haben den gefunden, von welchem Mose im Gesetz und die Propheten geschrieben haben, Jesus, den Sohn Josephs, von Nazareth.

Johannes 1,45


Und er begann bei Mose und bei allen Propheten und legte ihnen in allen Schriften aus, was sich auf ihn bezieht.

Lukas 24,27


Gottes Wort etwas hinzuzufügen oder Sein Wort zu verdrehen, hat erschreckende Folgen. Dies zu tun, oder jenen, die dies tun, zu folgen, ist sehr gefährlich. Im letzten Kapitel der Bibel lesen wir diese ernste Warnung:

Fürwahr, ich bezeuge jedem, der die Worte der Weissagung dieses Buches hört: Wenn jemand etwas zu diesen Dingen hinzufügt, so wird Gott ihm die Plagen zufügen, von denen in diesem Buch geschrieben steht; und wenn jemand etwas wegnimmt von den Worten des Buches dieser Weissagung, so wird Gott wegnehmen seinen Teil vom Buch des Lebens und von der heiligen Stadt, und von den Dingen, die in diesem Buch geschrieben stehen.

Offenbarung 22,18-19

Wenn Sie laut Bibel einem falschen Christus folgen auf der Grundlage unbiblischer Lehre, werden sie von dem wahren Christus getrennt sein und die Ewigkeit in der Hölle verbringen.

Maria weist auf den Eucharistischen Christus

In einem Artikel der katholischen Internetseite Zenit vom 17. April 2003 wird berichtet, dass Papst Johannes Paul II. die Katholiken dazu aufgerufen hat, die Eucharistiefeier und die Eucharistische Anbetung [unter Eucharistischer Anbetung verstehen die Katholiken die Anbetung und das Gebet, das in der Eucharistiefeier Jesus dargebracht wird, wenn sie sich vor der geweihten Hostie niederknien] wieder in den Mittelpunkt zu stellen, wie er es in seiner Enzyklika Ecclesia de Eucharistiea niedergeschrieben hatte. Am gleichen Tag veröffentlichte Zenit einen weiteren Artikel, der ebenso wichtig war. Der Artikel trug den Titel “Mary Has a Place in Latest Encyclical: Pope Describes Her as a ‘Woman of the Eucharist’”1 (Maria hat ihren Platz in der letzten Enzyklika: Der Papst bezeichnet sie als die “Heilige Frau der Eucharistie”) In dem Artikel hieß es:

"Das letzte Kapitel der Enzyklika Ecclesia de Eucharistiea von Johannes Paul II. ist der Jungfrau Maria gewidmet – eine Überraschung in einem Dokument, dass dem heiligen Sakrament der Eucharistie gewidmet ist."2

Beachten Sie diese interessante Aussage aus der 14. Enzyklika des Papstes: „Wenn die Kirche und die Eucharistie untrennbar miteinander verbunden sind, muss man das gleiche über Maria und die Eucharistie sagen.“3 Mit folgenden Worten des Papstes legt Zenit ein Fundament für die katholische Kirche, das nirgends in der Schrift zu finden ist:

„Die Beziehung zwischen der Jungfrau Maria und der Eucharistie wird erklärt durch den Bezug des ‚Eucharistischen Glaubens,‘ den Maria bereits praktizierte, ‚schon vor der Einsetzung der Eucharistie durch die Tatsache, dass sie ihren jungfräulichen Leib für die Inkarnation des Wortes Gottes zur Verfügung stellte.“4

Der Artikel schloss mit einer weiteren bedeutenden Aussage des Papstes:

„Mit der Kirche und als Mutter der Kirche ist Maria in jeder unserer Eucharistiefeiern anwesend … Hören wir vor allem auf die selige Jungfrau Maria, in der das Eucharistische Mysterium mehr als in jedem anderen Menschen als Geheimnis des Lichtes offenbar wird.“5

Bedenken Sie die Konsequenzen dieser Aussage! Laut dem Haupt der katholischen Kirche erscheint Jesus nicht nur, wenn ein ordinierter Priester während der Messe die Hostie segnet, sondern es erscheint auch die Mutter Jesu. Natürlich widerspricht dies der Bibel, die aussagt, dass nur Gott allgegenwärtig ist.

Es kann dokumentiert werden, dass eine Frau, die von sich behauptet, die Mutter Jesu zu sein, zu bestimmten Zeiten an verschiedenen Orten der Erde erschienen ist. Diese Erscheinungen der Maria haben keine Grundlage in der Bibel.6 Alle, die an diese Erscheinungen glauben, wissen um die Verbindung von Maria zur Eucharistie, und dies kann man nicht einfach ignorieren.

Frieden durch Hingabe an die Eucharistie

Weltweit sind die Erscheinungen von Maria mit der Betonung der Wichtigkeit der Eucharistie verbunden. Mit der Zunahme der marianischen Erscheinungen nahm auch die Eucharistische Anbetung zu.7 Für Millionen von Menschen, die die „Heilige Gottesmutter“ anbeten, ist dies nicht überraschend. Alle, die den Botschaften der Maria vertrauen, wissen um die interessante Vorhersage des katholischen Heiligen Don Bosco im Jahre 1862:

„Es wird Chaos in der Kirche herrschen. Ruhe wird nicht einkehren, bis es dem Papst gelingt, das Boot Petri zwischen den Säulen der heiligen Eucharistischen Anbetung und der Anbetung unserer Heilgen Frau festzumachen. Dies wird sich ein Jahr vor dem Ende des 20. Jahrhunderts ereignen.“8

Viele glauben, dass sich diese Prophetie erfüllt. Die Marienerscheinungen in den letzten Jahren haben beispielsweise zur Gründung von Gruppen geführt, die rund um die Uhr die Eucharistische Anbetung praktizieren. Auf der ganzen Welt gibt es Tausende dieser Gruppen.9 Ihr erklärtes Ziel ist es, den Jesus der Eucharistie rund um die Uhr anzubeten, zu verehren und zu Ihm zu beten.

Die Eucharistische und Marianische Ära

Natürlich haben marianische Erscheinungen immer die Wichtigkeit der Eucharistie betont. Insbesondere die Himmelskönigin hat mehrfach gesagt, dass die Eucharistiefeier, wenn sie erst einmal von einem Priester vollzogen wurde, aus der geweihten Hostie der Leib, die Seele und die Gottheit Jesu wird und aus diesem Grund der Anbetung und Verehrung würdig ist…

Die Eucharistie ist der Mittelpunkt in Medjugorje

Es ist unbestritten, dass es an dem Ort in Fatima, wo Maria erschien, eine äußerst große Hingabe an die Eucharistie gibt. Die Betonung der Himmelskönigin bei der Eucharistie in Medjugorje ist wohl größer. Unsere Heilige Frau in Medjugorje hat von Zeit zu Zeit in Visionen mitgeteilt, dass Jesus in der Eucharistie angebetet und verehrt werden soll und dass man regelmäßig an der Heiligen Kommunion (Abendmahl) teilnehmen soll. Vicka Ivankovic, die eine Vision Marias erlebte, berichtet uns, was die Heilige Mutter über die wahre Gegenwart Christi in der Eucharisti ihr mitteilte:

„Die Allerheiligste Mutter sagt, dass Jesus während der katholischen Messe in Person, in materieller Form, erscheint. Wir können Jesus in physischer Form in unseren Leib aufnahmen… Dies ist unser Weg, um Jesus in unseren Herzen zu akzeptieren. Jesus wird uns durch die Eucharistie lebendig.“10

Alle, die Medjugorje besucht haben oder die Botschaften unserer Heiligen Frau kennen, sind davon überzeugt, dass die Marienerscheinung uns lehrt, dass die Eucharistie die Quelle und der Höhepunkt des katholischen Lebens ist. Zum Beispiel, der späte Pater Joseph A. Pelletier, ein bekannter Theologe, schrieb in seinem Buch The Queen of Peace Visits Medjugorje, dass das zentrale Thema der Marienerscheinungen in erster Linie die Eucharistie ist:

„Je mehr Informationen ans Licht kommen, desto deutlicher wurde, dass die Eucharistie im Mittelpunkt in Medjugorje steht und dass unsere Heilige Frau von Anfang an sechs Personen in Visionen erschien und über die Eucharistie sowie deren Wichtigkeit gesprochen hat; dies tat sie mit einer größeren Regelmäßigkeit als erwartet. Dies hilft zu verstehen, warum die Pfarrei so viel Wert auf die katholische Messe und die öffentliche Verehrung des heiligen Sakraments legt.“11

Maria betont überall die Eucharistie

Marienerscheinungen aus allen Teilen der Erde sprechen über dieses gemeinsame und zentrale Thema: Die Eucharistie hat die Macht, die Welt zu transformieren; die Eucharistie sollte angebetet werden; die Eucharistische Anbetung wird Frieden und Einheit bringen. Botschaften aus so verschiedenen Orten wie Amsterdam, Holland, Akita, Japan, Rom, Italien, Naju, Korea, Bayside, New York und Budapest, Ungarn, sprechen alle über diese Vorstellung.

Die Eucharistische Herrschaft Jesu

Die Marienerscheinungen laufen darauf hinaus, dass der Höhepunkt der Erscheinungen die Eucharistische Herrschaft Jesu einleiten wird. Maria erklärt Pater Gobbi, dem Führer der Marian Movement of Priests (Marianische Priesterbewegung), dass der Eucharistische Jesus bald die Menschheit transformieren wird!

Heute rufe ich alle auf, Jesus Christus, der kommen wird, anzunehmen. Ich bin die Mutter des Zweiten Kommens und die Tür, die eine neue Ära eröffnen wird. Diese neue Ära wird in den größten Triumph der Eucharistischen Herrschaft Jesu münden. Dafür lade ich euch in diesem außergewöhnlichen Jahr ein, damit überall die feierliche Handlung der Huldigung, Sühnung und Liebe für die Allerheiligste Eucharistie gedeiht… Lasst die Eucharistie zum Zentrum eurer Gebete und eures Lebens werden.“12

„Tatsächlich wird die herrliche Herrschaft Christi mit der Eucharistischen Herrschaft in ihrer größten Herrlichkeit zusammenfallen. Der Eucharistische Jesus wird all seine Kraft und Liebe für euch freisetzen, was die Seelen der Menschen, die Kirche und die ganze Menschheit transformieren wird.“13

„Die herrliche Herrschaft Christi wird mit dem Triumph der Eucharistischen Herrschaft Christi zusammenfallen… Vor allem wird Jesus in dem Geheimnis der eucharistischen Gegenwart manifestiert werden.“14

Eucharistische Wunder

Natürlich sagte die demütige Maria der Bibel nie etwas über eine Eucharistie. Ferner lehrte sie die Nachfolger Christi niemals, die Eucharistie anzubeten. Dieser Überblick der Botschaften der „Mutter der Eucharistie“ auf der ganzen Welt zeigt, dass die angeblichen Marienerscheinungen ihre Anhänger dazu aufruft, sich auf die Realpräsenz des Christus in der Eucharistie zu konzentrieren. Und an vielen Orten, wo es zu Marienerscheinungen kommt, treten Wunder auf wie blutende Hostien, die diese Erscheinungen zu bestätigen scheinen.

Jesuserscheinungen bestätigen den Eucharistischen Christus

Wenn die Marienerscheinungen den Skeptiker nicht überzeugen und wenn Wunder nicht ausreichen, den Zyniker zu überzeugen, dann gibt es ein noch stärkeres Argument, das jede Nachfrage oder Prüfung anhand er Schrift in den Augen der marianischen Bewegung bestenfalls als sündig und schlimmstenfalls als blasphemisch erscheinen lässt: Jesus selbst erscheint. Ja, es ist weltweit auch zu Erscheinungen von Jesus gekommen, obwohl diese seltener sind, und auch sie zeugen von der wahren Gegenwart Jesu in der Eucharistie. Hören Sie sich diese Beschreibung einer Jesuserscheinung in Alberta, Kanada, an:

„Nach der Kommunion konnte ich die Hostie in der Monstranz sehen, die umgehend bedeckt wurde. Jesus sagte: ‚Mein geliebtes Volk, heute feiert ihr mein Gebot, mein heiliges Sakrament meiner Gegenwart, die im Brot und im Wein kommt. Glaubt, meine Treuen, dass ich wirklich anwesend bin im geweihten Brot und Wein. Ihr habt viele Wunder gesehen, wie mein reales Blut aus der Hostie geflossen ist als Zeugnis für die Ungläubigen. Ich sage euch, bei jeder katholischen Messe werdet ihr Zeugen meines Wunders der Transsubstantiation [katholische Lehre der Wandlung von Brot und Wein in den realen Leib und das reale Blut Christi], wenn Brot und Wein zu Meinem Leib und Meinem Blut werden. Nutzt diese Zeit, um Mich anzubeten vor der Hostie, denn es wird eine Zeit kommen, in welcher es dieses Privileg nicht mehr geben wird. Ich empfehle euch allen, eure Priester zu ermutigen, beständige Eucharistische Anbetung Meiner Hostie zu praktizieren.“15

Warum die Eucharistie?

Es gibt viele weitere eucharistische Botschaften und bezeugte Wunder. Aber die Frage, die wir stellen müssen, ist, warum dies so ist? Warum ruft die Maria, die den Personen erscheint, die Gläubigen dazu auf, die geweihte Hostie anzubeten? Ihre unzähligen Botschaften über die Eucharistie haben in der ganzen Welt zur Bildung vieler Tausender Eucharistie-Gebetsgruppen geführt sowie zu Gruppen, die rund um die Uhr die Eucharistische Anbetung praktizieren. Wollte Maria dies erreichen? Offenkundig ja! Aber könnte sie noch ein ganz anderes Ziel verfolgen?

Das Buch Messages From Heaven zeigt auf der Grundlage von Gottes Wort, dass Marienerscheinungen der Schrift widersprechen und ein falsches Evangelium anbieten. Bei dieser Maria (oder bei diesem Geist, der sich dahinter verbirgt) handelt es sich nicht um die Maria der Bibel, sondern um eine satanische Irreführung. Würde ein Dämon die Welt dazu führen, dem wahren Jesus der Bibel zu vertrauen und Ihn anzubeten? Ist es möglich, dass diese Verführer die Menschen dazu verleiten, einen „anderen Jesus“ oder einen falschen Christus anzubeten?

Der Eucharistische Christus wird nicht nur vom Papst in den Mittelpunkt gestellt, sondern auch von der Maria, die sich in Erscheinungen zeigt und behauptet, die Mutter Jesu zu sein. Könnte es möglich sein, dass ihre Vision einer globalen Bewegung, die den Eucharistischen Jesus anbetet, wirklich Gestalt annimmt?

Quelle: Roger Oakland, The “Mary Connection” to the Eucharistiec (False) Christ. Lighthouse Trails Newsletter, 8. Februar 2011.

Mit freundlicher Genehmigung von Roger Oakland und Lighthouse Trails.


Anmerkungen

1. “Mary Has a Place in Latest Encyclical” (Zenit, April 17, 2003).
2. Ibid.
3. Ibid.
4. Ibid.
5. Ibid.
6. Jim Tetlow, Messages from Heaven (Fairport, NY: Eternal Productions, 2002).
7.
Unter Eucharistischer Anbetung verstehen die Katholiken die Anbetung und das Gebet, das in der Eucharistiefeier Jesus dargebracht wird, wenn sie sich vor der geweihten Hostie niederknien.
8. “Prophecies of Interest: Don Bosco” (The American Inquisition, http://americaninquisition.blogspot.com/2006/02/prophecies-of-interest-st-john-bosco.html, accessed 09/2007).
9. The Real Presence Association: Churches and Chapels that have Eucharistic Adoration. Diese Webseite enthält eine Liste von etwa 7,000 Orten alleine in den USA, wo die Eucharistische Anbetung praktiziert wird.
10. Ibid., pp. 185, 186.
11. Fr. Joseph A. Pelletier, The Queen of Peace Visits Medjugorje (Worchester, MA: Assumption Publications, 1985), p. 205.
12. Fr. Don Stefano Gobbi, To the Priests, Our Lady’s Beloved Sons (St. Francis ME: Nationales Hauptquartier der Marianischen Priesterbewegung USA , 1998), p. 676, message given to Father Gobbi, February 26, 1991, Brazil.
13. Ibid., p. 640, Botschaft an Pater Gobbi, April 12, 1990, Italy.
14. Paul A. Mihalik, The Virgin Mary, Fr. Gobbi and the Year 2000 (Santa Barbara, CA: 1998), S. 29, Botschaft an Pater Gobbi, am 21. November 1993, Australien.
15. John Leary, Prepare for the Great Tribulation and the Era of Peace (Santa Barbara, CA: Queenship Publishing, 1997, Volume VII), pp. 57, 58, Botschaft von “Jesus” an John Leary.

zur Vertiefung: Elvira Maria Slade, Maria - Die unbekannten Seiten der "Mutter Gottes"

Die Autorin wollte ursprünglich die Echtheit der Marienerscheinungen beweisen. Sie machte sich an die Arbeit und verglich eine große Zahl der über 900 bezeugten Marienerscheinungen mit der Bibel. Ihr Ergebnis: "Die katholische Maria ist nicht die in der Heiligen Schrift beschriebene Mutter des Erlösers Jesus." Die Erscheinungen haben ihre Herkunft aus dem "Reich der Finsternis" und sind antichristliche Phantome. Elvira Maria Slade versteht ihr Buch dabei ausdrücklich als "Streitschrift für die Ehre der wahren Mutter des Herrn" und gegen deren Verfälschungen als "Himmelskönigin", "Mittlerin" und "Miterlöserin".